Das Flussland

Mirbach

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Mündliche überlieferungen aus dem Fünfländereck

Land und Volk

Dort wo sich das Wasser aus dem fremden Grünen Blattmeer mit dem fließendem Wasser aus Olberg vereint, beginnt der Flusslauf des Landes zu Mirbach. Der Fluss zieht sich von da ab mit einer Herzader durch die gesamte Mirbacher Region und teilt viele kleine Flüsse und Bachläufe von sich ab. Wie das Blut im Körper, erfüllt der Fluss das Land mit Leben. Er macht das Landfruchtbar und die Bäume Stark und die Bewohner von Mirbach zu begabten Flussreiter. Die sich mit ihren Flössen keine Flussschnelle ihrer Region scheuen. Ausgenommen vom Herz des Flusses, wo der Fluss sich (bis auf eine kleine Landenge) um den stillen Wald legt.

Bis die Fremnden kamen, gab der Fluss den Bewohner sicherheit. Die meisten Bewohner zogen den Fluss abwärts, nur wenige blieben und diese wenigen wurden von den Fremden stark ausgedünnt. Die Mirbacher sind ein naturverbundenes Volk von dem nicht viel blieb. Doch ihr Baron Bado Mirbach soll noch immer unter ihnen sein. Mit den wenigen gemeinsam in Versteckten Walddörfern leben. Was den verbliebenen Mirbachern die entschiedene Willenskraft gab zu überleben. Gerüchten zu folge soll er einen Handlanger Namens Wieland haben, der aus Holz Gold erschaffen kann. Gemeinsam will man sich rüsten, für einen gegenschlag, gegen die Fremden.

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Mündliche überlieferungen aus dem Fünfländereck

Land und Volk

Seit 131J. v. Rückkher hört man wie man von Stadt zu Stadt einen neue richtung anschlägt. Die Stadtverwalter richten sich nach Balphemors lehren und es schlägt an. Die Verbrechen gehen runter, die Ernte fällt größer aus, das Volk wird Dankbar zufriedener.

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Mündliche überlieferungen aus dem Fünfländereck

Die einzelnen Ortschafften der Mir entlang haben sich in den letzten Jahren in ihrer Kultur stark gewandelt. Das ursprüngliche Volk Mirbachs lebt bevorzugt in den Wäldern, im stillen, Naturverbunden, wartend und lauernd auf die Gelegenheit. Vollkommen entschlossen die größeren Ansiedlungen von Fremden zu befreien. Doch diese wandeln sich mehr und mehr, weichen ab von den alten Bräuchen. Der alte Brauch zur Hölzernen Festung zu Pilgern. Niemand kann mehr zur Hölzernen Festung Pilgern oder dort Feste feiern, nicht so wie es einstmal war. So wird jede große Ansiedlung mehr und mehr eigenständig, wollen den brauch bewahren und haben nun eigene Festungen in Planung. Werden somit mehr und mehr für die eigentlichen Bewohner Mirbaches immer Fremder.
Die Mirbacher die sich in den Wald zurück gezogen haben, die haben den Alten brauch nicht verloren. Sie Pilgern zu einer abgebrannten Festung, Feiern in Schutt und Asche ihre Volljährigkeit, den Bund fürs leben oder den erhalt eines Status zum Anführer. Sie sind von einem Starken gefühl der Verbundenheit geprägt. Seit dem die Hölzerne Festung abgebrannt ist stärker als je zuvor.

Übersicht - Fluss-Mirbach:

Namen der sich abteilenen Flüsse:Gosch, Dorn, Bärbach, Stille und Schnelle

Am Mirbach liegt: Kronenturm, Der Schwimmende Hafen, Die Stadt Rune, Die Hölzerne Festung zu der einst auch regelmäßig die prächtige Schiffsbrücke aufgebaut wurde.

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Mündliche überlieferungen aus dem Fünfländereck

Land und Volk

Einst das Wahrzeichen des Landes, die Hözerne Festung.


Mittig des großen Sees, eingefasst im großen Bachwald stand Sie da, wie aus einem Märchen. Unglaublich groß, größer als eine Stadt. Heute nur noch aus Asche und geschmolzener einrichtung. Übrig blieben nur die Bewohner die dem Feuer das eine Woche loderte entkommen konnten. Der Bachwald ist nun das neue Zentrum der Mirbacher die vor den Fremden geflohen sind. Jene die Stark im glaube an die Natur sind, leben nun gut verhüllt durch die alten Bäume und tiefen Bäche, rund um im Wald um die überreste der Hölzernen Festung herum.

Die Hölzerne Festung war auch unter Halle der vier Winden bekannt.
Sie hatte viele Funktionen und vor allem
war Sie das einzige Rathaus des Landes.

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Das große Flussrennen

Der Mir abwärts findet jedes Jahr zum Frühling (um das neue Jahr zu begrüßen) das große Flussrennen statt. Wärend die kleinen Dörfler die selten ihre Region verlassen, eigene kleinere Rennen auf dem Fluss abhalten. Die ehrgeizigen versuchen beginnend am Kronenturm mit Flusstauglichen Schiffen als erstes zum Schwimmenden Hafen zu gelangen. Dies taten auch die Eltern und deren Eltern und wird von den Jungen weiter und weiter vorgeführt. Eine Tradition die leider ausgestorben ist, doch zumindest hinterließ diese spuren.

Die Schiffsbrücke

Am Ende des Flussrennens wurde in der Hölzernen Festung das Neujahresfest gefeiert. Bewohner aller vier Himmelsrichtungen traffen sich zu diesem anlass einmal Jährlich. Die Schiffe wurden dafür alle aneinander gebunden, eine Reihe vom Norden, eine vom Süden, eine Reihe vom Osten und eine Reihe vom Westen, alle vom Ufer bis hin zur Hözernen Festung. Jene die Brücke als erstes aneinander gereiht haben, waren die Sieger des großen Flussrennens. Sie durften als erster die Hölzerne Festung beziehen, die letzten der vier mussten zum teil in ihren Boten übernachten oder am Land ihre Zelte aufschlagen. Eine Tradition die jeder echter Mirbacher schmerzlich vermisst. Die Schiffsbrücke hat jedoch noch immer eine Bedeutung.
Die Schiffe bilden nun kleine Ansiedlungen im tiefen Bachwald und bieten wann immer nötig Brücken für das spärliche Mirbacher Volk um den Flussreichen Wald durchqueeren zu können.

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Der Trockenfluss

Als krager einschnitt in die Landschaft, trennt diese klufft mit ihren unzähligen Höhlen das Land Mirbach von den Riesenbäumen des Blattlandes. Jenen Waldes, der nicht für Menschen Gedacht ist. Dort sollen Elben und Goblins hausen. In ihren Höhlen und in den Wipfeln der Bäume.
Der grund des Trockenflusses jedoch bringt hingegen keine Pflanzen hervor und ist jedem Mirbacher eine Mahnung, diese Grenze nicht zu überqueeren.

Prolog

„Die Mythen und Sagen der Bewohner Mirbachs sind wie ihre Erzähler; naturbezogen, im Einklang mit den Jahreszeiten und stets auf der Hut vor den Gefahren, die allzu sichere Wanderer und Reisende in den Tiefen der mirbacher Wildnis anzutreffen drohen.

Zumeist handelt es sich um Abwandlungen derselben Mythen und Sagen, sowie deren Gestalten, wie etwa Trollen, die achtlose Flößer heimsuchen, lockenden Dryaden, die allzu wagemutige Reisende tief in das Herz der Wälder locken, auf dass sie sich dort verirren und einen qualvollen Hungertod erleiden.

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Part I

Auffallend oft ist von einem Erlkönig, oder „Wilden König“ die Rede, der in den ältesten und diffusesten Erzählungen oftmals in Verbindung mit der sogenannten Wilden Jagd steht. Zumeist wird er als hünenhafter Tiermensch oder auch, wenngleich nicht in diesen Worten, als Avatar der Natur dargestellt, der sich mit seinem Gefolge aus Tieren, Fabeln und in manchen Versionen auch Menschen in bestimmten Zeitabständen, die nach Alter der Überleieferung abweichen, auf macht, um eine Jagd auf alle Wesen zu machen, die sich nicht ihres Standes gemäß vor ihm und seiner Heerschar zu hüten wissen. Sie steht traditionsgemäß am Anfang von besonders harschen Wintern und es lässt vermuten, dass sich so die alten Bewohner die Tierwanderungen erklärten. Danach, so heisst es allgemein, lege sich der wilde König für die Spanne einer Winterzeit zur Ruhe, um mit dem Wald im Frühling und Sommer zu erwachen und zu erstarken. Bei meinen nachfolgenden Schriften handelt es sich um möglichst genaue Iterationen besonders prominenter, zeitgenössischer Werke und Niederschriften von Erzählungen, die ich auf meinen Reisen vernommen habe. Die Geschichte des Sperlings und der Tanne.

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Part II

Einst gab es einen Sperling. Er war schon alt, und ein gebrochener Flügel hinderte ihn daran, mit seiner Familie vor der wilden Jagd zu fliehen. Seine Kinder wollten ihn nicht zurücklassen, denn der Winter würde ihn sicherlich erfrieren lassen. „geht“ sprach der Sperling, „Ich finde bei einem der Bäume Obdach und Wärme.“ Und so kam es, dass er, als die ersten Schneeflocken fielen, und er die ersten Rufe zur Wilden Jagd vernahm, die mächtige Eiche fragte: „Eiche, kann ich in deiner dichten Krone Obdach suchen? Ich kann nicht fliegen, und der Winter wird kalt.“ Doch die Eiche verneinte. So zog der Sperling weiter, zur Buche mit ihren großen Blättern. Auch sie fragte er: „Buche, kann ich in deinem Blattwerk den Winter über Obdach suchen?“ Doch auch die Buche wies den kleinen, alten Sperling fort. So wanderte er weiter, erst zur hohen Birke, dem alten Kirschbaum und der knorrigen Weide. Sie alle schickten ihn fort, er solle sich woanders durchbringen lassen. Es fror bereits der Boden, als er die Tanne fragte: „Tanne, der Winter bricht herein, und ich höre des Wilden Königs Horn! Lass mich bei dir Schutz suchen, ich flehe dich an.“ Die Tanne erwiderte: „Es tut mir leid, kleiner Sperling, doch ich habe kein Blattwerk, dass dich zu schützen vermag. Einzig meine stacheligen Nadeln. Sie vermögen dich vielleicht nicht zu schützen, doch gerne lasse ich dich Obdach suchen in ihnen.“

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Part III

Der Sperling also nistete sich in der Tanne ein. Der Winter war karg und kalt, doch als seine Familie mit der Sonne wiederkehrte, war die Freude groß, denn ihr Vater hatte den Winter dank der Tanne gut überstanden. Das war auch dem Wilden König nicht entgangen. Und so bestrafte er jeden der anderen Bäume für ihren Egoismus, indem er ihnen nun zu jedem Winter das Blätterkleid raubte. Die Tanne jedoch, die nicht viel zu bieten hatte und es trotzdem tat, war von nun an der einzige Baum, dessen grüne Pracht auch den Winter überdauerte.

Ende