Nagenranft 990 v. Rückkehr
 
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Prolog

Miegel war ein kleiner Junge, zählte vielleicht zehn Sommer. Zählen. Darin war er gut. Und kannte kaum Grenzen, zumindest für seinen kindlichen Verstand. Zählen, ja. Was jedoch nicht bedeutete, dass er alle Zahlen kannte. Doch wenn er mal nicht wusste, wie die Zahlen weitergingen, so erfand er einfach neue.

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Part I

Dabei zählte er nicht etwa falsch, oh nein. Miegel verzählte sich nie. Nur die Namen und Zeichen für die Zahlen, die waren anders. Wenn er mal nicht wusste, wie die nächste Zahl hieß, dann erfand er einfach eine neue Zehnerstelle selbst. Manchmal lernte er die richtigen Bezeichnungen nachträglich.

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Part II

Außerdem schrieb er alles auf. Nicht auf Papier oder einem Buch, sondern er ritzte Zeichen in die Bäume. So konnte man verfolgen wie er zählte, wenn man denn die Zeichen zu lesen wusste. Stunden, Tage, Monate, sein Alter… all das zählte er. Mit den Dingen, die er zählen konnte.

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Part III

Am Ende dieses zehnten Sommers zählte er über eintausend Leichen seit der Krankheit. Seit eintausendzweihundertfünf Leichen war er nun Leichenschlepper. Auf den Friedfeldern entstanden mittlerweile Hügel, manche so schwer, das sie unter ihrem eigenem Gewicht rutschten, zusammensackten. Manchmal ordnete Miegel dann die armen Toten wieder neu. Meistens nicht. Eintausendzweihundertsechs. Natürlich war es nicht richtig, eine Leiche mit einer anderen zu bedecken. Noch sie zu tief zu begraben. Man legte sie in das sumpfige Grase, sodass sie in den Himmel blicken konnten, mit ihren Augen aus Holzscheiben, die man ihnen gab. Bis zum Schluss, bis sie ganz von Erde, Tier und Zeit verschlungen wurden.

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Part IV

Früher konnte man die Toten noch an die Bäume hängen, auf das die Toten nur von Vögeln gefressen wurden. So das der Leib auch stück für stück den Himmel empor steigen konnten. Doch diesen luxus an Platz, kann man sich aus mangel an Bäumen zu heutigen Tagen nicht mehr erlauben. Da es in diesem teil der Welt kein Baum mehr Platz bot. Doch jeder der einem Leichen schlepper eine Leiche gab glaubte daran das der Körper in den Himmel kommt, zumindest die Seele. Haupt Sache weg mit der Leiche, aus den Augen aus den Sinn. Schließlich trauert man nicht bei den toten Körpern, die fernab wieder zu ihrem Land wurden. Man trauert um den Menschen, nicht die Hülle. Die war alsbald verschwunden, heut zu Tage bis auf wenige ausnahmen alle verschlungen von der weichen Erde, die jeden nimmt, der zu lange an einer Stelle verweilt, und als dankbare Gabe an die Wesen der Wälder.

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Part V

Eintausendzweihundertsieben. Doch es gab einfach zu viele der Toten in den letzten Tagen. Sie lagen nun aufeinander, und Zeit und Elend taten ihr Übriges. Auch die Leichenschlepper wurden krank. Miegel machte ein Zeichen und schichtete sie auf Bauern, Schmiede, Bettler und Adelige. Nur Miegel nicht. Miegel wurde nie krank. Eintausendzweihundertsiebenundachzig. Ein Köhler, das war ein angesehener Mann, verglichen mit den hageren und fahlen Gestalten, die sich mit dem durchbrachten, was sie sich zu nehmen wagten. Doch dafür lebte ein Leichenschlepper unbehelligt, beinahe friedlich. Die Zeichen wurden mehr, und mit jedem neuen Friedfeld, das Miegel anlegte, kamen bereits neue. Noch mehr Holzscheiben. Er musste sich strecken, um die höheren Äste der Bäume zu erreichen, um sie zu schneiden.

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Part VI

Zweitausendneunhundertvierundneunzig. Der Krankheit folgte der Krieg. Miegel konnte die Entwicklung beobachten und begnügte sich damit, die Toten, wenn sie ihm gebracht wurden, zu sammeln und zu zählen und zur Ruhe zu betten. Das gesamte Grenzland und viele Flächen im Inland waren nun, mehr oder weniger, Friedfelder. Sie brachten jede Leiche aus allen vier Himmelsrichtungen in das verheerte Land, denn so müssten sie nicht den Weg nach Hause gebracht werden. Sie wurden hingelegt, das Tuch über ihre Körper und die Holzaugen, die gen Himmel starrten. Vergraben wurde niemand. Miegel wusste, wenn man jemanden zu tief begrub, ohne dass die Erde ihn selbst nahm, so würde er später bis in die Unterwelt gesogen. Wer jedoch in das Himmelreich wollte, der sah in den Himmel. Doch das haben die meisten vergessen.

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Part VII

Dreitausendachthundertsechszehn. Miegel hatte angefangen, sich einige der Leichen genauer anzusehen. Die wenigen, die wie er noch Leichenschlepper waren, hielten sich fern von ihm. Doch er wurde nie krank. Sie begannen ihn zu faszinieren und in ihm keimte ein Bewusstsein dafür, wie ein Körper aufgebaut war. Er wusste, was er irgendwann mal werden wollte, tun wollte, wenn er fertig war. Wenn die letzte Leiche zur Ruhe gebettet worden war. Doch er kannte keinen Namen, und die stummen Körper erzählten es ihm natürlich nicht.

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Part VIII

Dreitausendachthundertsiebzig. Das machte nichts. Für ihn waren Namen auch nicht von Bedeutung. Er lernte trotzdem von ihnen. An der Schwelle zu seinem dreizehnten Sommer gab es keine Leichenschlepper mehr, außer ihm. Dann kam es auch zur größten Schlacht, die er je erlebt hatte, vielleicht sogar der größten Schlacht, die es je gab. Die Völker aus dem Norden kämpften gegen die Menschen des Südens. Das Grenzland war ihr Schlachtfeld.

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Part VIII

Fünftausendsechsunddreißig. Alsbald kam der Regen. Ein Regen, als weinte Gott selbst. Früher sagte man den Leichenschleppern nach, sie seien gottlos, ohne jeden Glauben. Das stimmte natürlich nicht. Miegel glaubte wie alle Leichenschlepper, das Wasser Gott war und nannte es dennoch Wasser. Der Boden war immer feucht und weich und es war immer nass, wenn die Leichen verschwanden. Nun jedoch sah bald niemand mehr die Sonne durch seine Holzscheibenaugen. Krieger lagen auf Adligen, Bauern auf Bettlern, Diebe auf Königen. Der Regen kam und nahm alle mit, der Boden sackte ein und die Leichen wurden Boden. Doch es waren so viele, das der Platz nicht für alle reichte.

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Part VIII

Neuntausendachtzehn. Alsbald brauchte niemand mehr einen Leichenschlepper. Niemand sah mehr das Licht, wenn er tot war, denn alsbald wurde jemand anderes auf ihn abgelegt. Noch während der Krieg tobte starb die Hoffnung, bis zum Ende die Sonne, den Himmel zu sehen. Seit seinem dreizehnten Sommer regnete es im Grenzland nahezu ununterbrochen. Die Lebenden begannen, ihre Toten zu verscharren, zu vergraben, zu verbrennen, denn das Wasser brachte ihnen ansonsten nur Krankheit und Leid. Nur Miegel blieb und zählte, was übrig blieb. Der Gott der Leichenschlepper hatte Erbarmen mit seinem letzten Kind und kam herab, bis niemand mehr da war, um zu kämpfen. Die Friedfelder, die nun das Grenzland ausmachten, wurden vom Moor verschluckt. Ihr Andenken und ihre Zahlen waren alsbald von jedem außer Miegel vergessen. Die Lebenden gingen ihren neuen Riten, ihren neuen Glauben nach und das alte Zeitalter wich einem neuem.

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Part VIII

Neuntausendneunhundertneunungneunzig. Der Beruf des Leichenschleppers ging verloren, doch nicht die Toten. In den Mooren und Sümpfen, zwischen zehntausend Bächen, Tümpeln und Senken, festigten die wenigen Menschen des Grenzlandes ihr Leben. Manchmal verirren sie sich. Manchmal sehen sie ihn und fragen ihn, wer er sei. Wie alt er sei. Keiner wussten etwas mit der Zahl anzufangen, die er ihnen dann nannte.

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Part VIII

Manchmal, ganz manchmal, unterhielt er sich mit den Lebenden. Er erzählte ihnen, wie wichtig das Wasser sei, und das der Körper beinahe ganz aus Wasser bestünde. „Das Göttliche ist in uns allen.“ Er erzählte manchmal von Geschichten, davon, dass das Land, auf dem sie lebten, das Erbe all jener war, die hier ihr Leben gelassen haben. Dann verschwand er wieder im Moor, und folgte seinen Zeichen, während er immer wieder zählte.

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Part VIII

Zweihunderttausendunddreizehn. Manchmal, auch heute noch, meinen einige Menschen, sich mit einem hageren, bleichen Jungen zu unterhalten.

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Part VIII

„Sie mögen uns Nagenranfter nennen, und arm an irdischen Reichtümern sind wir auch. Doch das bedeutet nichts mehr als eben das.“ Und, wenn man ihn fragt, wer er sei und woher er komme, antwortet er: „Wer wissen will, was einst war, der kann fragen. Wer nach dem woher fragt, der folgt den Zeichen, die ich gemacht habe, als ich zählte. Aber vertraut nicht jedem alten Zeichen, denn ich war noch jung und habe mich selbst manches Mal nicht verstanden.

Eine Langenstädter Geschichte
 
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Vorwort

,,Das Feld ist nass, und kalt der Fraß, der Landsknecht ist am Ende.


Und schwer hängt das Fahnentuch, jeeeeetzt ist genug, und schwer hängt das Fahnentuch, jeeeeetzt ist genug."

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Part I

Nur das leichte Prasseln des Nieselregens störte beim Absingen des alten Landsknechtsliedes, das ihm seine Kameraden als sein letztes Geleit mit auf dem Weg gaben, während sie den provisorisch zusammengezimmerten Holzsarg in die feuchte Erde legten. Sein Leben bei den Kriegsknechten währte nur kurz. Keine Seltenheit in einer Umgebung, die von langen Märschen, Strapazen und Entbehrungen, fauligem Brot, modrigem Wasser, von Krankheit, Hunger und Siechtum geprägt war und in der der einzige ,,Reichtum" nicht in Form von Silber und Gold, sondern in Läusen und Flöhen bestand. ,,Einer von Fünfen", stimmte der alte Söldner mit der Augenklappe in das Begräbnis ein. ,,Einer von Fünfen", antwortete der Chor der knapp 20 Kriegsknechte, bevor sie wortlos das frische Grab mit Erde bedeckten.

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Part II

,,Einer von Fünfen". So lautete seit Jahrhunderten die zynische Formel, die jeder von Ihnen sofort nach dem ersten Anmustern in jungen Jahren gelernt hatte, noch bevor er seine erste Hellebarde oder Pike in die Hand gedrückt bekam. Einer von fünf Söldnern segnete das Zeitliche und zwar noch auf seinem ersten Feldzug. Nicht in einer ruhmreichen Schlacht, wie es sich die gut bezahlten Hofmaler in ihren behaglichen Palaststuben vorstellten. Auch nicht durch übermäßigen Suff, mit den Taschen voller Gold und zwei drallen Schankdirnen auf den Schenkeln, wie es die alten Männer in den Dörfern halb warnend, halb schwärmend der weltfremden Jugend erzählten. Einer von fünf Knechten starb irgendwo auf einer Landstraße, irgendwo in einem fernen Land, irgendwo am Wegesrand, ausgezehrt durch Geschlechtskrankheiten, den Blutigen Rotz oder die Schwarze Keuche. Langsam, ohne Glorie, anonym, schnell vergessen...

Überschirft
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Part III

Das bellende Rufen des Hauptmanns riss die Trauernden aus ihrer Nachdenklichkeit: ,,Die Knechte Holzhau und Eschbach sofort zu mir!"

Die Genannten lösten sich aus der Gruppe, grüßten ihren Hauptmann halbherzig und warteten auf seine Befehle: ,,Jungens, hört mal. Es gibt Arbeit für euch. Macht euch sofort auf den Weg zur Rohdenburg, das ist wohl eine halb verfallene Feste, keine zwei Wochen Fußmarsch von hier entfernt. Da hat sich räuberisches Ungeziefer eingenistet und ihr sollt die Kammerjäger spielen. Schnappt euch eine von den großen Handkanonen, ne passende Protze, genug Pulver und Munition um Tür und Tor zu Holzmehl zu schießen und benehmt euch dort. Zwei von den Fuhrknechten warten am Lagerrand mit den Maultieren. Ne Karte der Gegend mit eingezeichneter Route bekommt ihr von denen. Noch Fragen? Nein? Wunderbar, ihr wisst was Sache ist. Gutes Gelingen, Jungens."

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Part IV

Nach einer knappen Pause, richtete der Hauptmann das Wort an die verbliebenen Kriegsknechte: ,,Und für euch Lumpensammler habe ich auch ne gute Nachricht. Der ausstehende Sold ist endlich eingetroffen und wird gleich ausgezahlt. Und dazu gibt es noch einen Schank Brandwein für jeden..."

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Part V

Die letzten Worte gingen im allgemeinen Jubel unter. Nun war es Zeit, die letzten Strophe des alten Landsknechtliedes anzustimmen:

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Part VIII

,,Ihr Landsknechtpack, steht ihr bald strack,
ihr trutzigen Gestalten.
Der Hauptmann führt Euch an, jeeeeetzt geht´s voran.
Der Hauptmann führt Euch an, jeeeeetzt geht´s voran."
Und wessen Körper auch immer in dem frischen Grab
hinter ihnen zu modern begann, spätestens jetzt war er
vergessen.

Einer-von-Fünf

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Prolog

„Die Mythen und Sagen der Bewohner Mirbachs sind wie ihre Erzähler; naturbezogen, im Einklang mit den Jahreszeiten und stets auf der Hut vor den Gefahren, die allzu sichere Wanderer und Reisende in den Tiefen der mirbacher Wildnis anzutreffen drohen. Zumeist handelt es sich um Abwandlungen derselben Mythen und Sagen, sowie deren Gestalten, wie etwa Trollen, die achtlose Flößer heimsuchen, lockenden Dryaden, die allzu wagemutige Reisende tief in das Herz der Wälder locken, auf dass sie sich dort verirren und einen qualvollen Hungertod erleiden.

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Part I

Auffallend oft ist von einem Erlkönig, oder „Wilden König“ die Rede, der in den ältesten und diffusesten Erzählungen oftmals in Verbindung mit der sogenannten Wilden Jagd steht. Zumeist wird er als hünenhafter Tiermensch oder auch, wenngleich nicht in diesen Worten, als Avatar der Natur dargestellt, der sich mit seinem Gefolge aus Tieren, Fabeln und in manchen Versionen auch Menschen in bestimmten Zeitabständen, die nach Alter der Überleieferung abweichen, auf macht, um eine Jagd auf alle Wesen zu machen, die sich nicht ihres Standes gemäß vor ihm und seiner Heerschar zu hüten wissen. Sie steht traditionsgemäß am Anfang von besonders harschen Wintern und es lässt vermuten, dass sich so die alten Bewohner die Tierwanderungen erklärten. Danach, so heisst es allgemein, lege sich der wilde König für die Spanne einer Winterzeit zur Ruhe, um mit dem Wald im Frühling und Sommer zu erwachen und zu erstarken. Bei meinen nachfolgenden Schriften handelt es sich um möglichst genaue Iterationen besonders prominenter, zeitgenössischer Werke und Niederschriften von Erzählungen, die ich auf meinen Reisen vernommen habe. Die Geschichte des Sperlings und der Tanne.

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Part II

Einst gab es einen Sperling. Er war schon alt, und ein gebrochener Flügel hinderte ihn daran, mit seiner Familie vor der wilden Jagd zu fliehen. Seine Kinder wollten ihn nicht zurücklassen, denn der Winter würde ihn sicherlich erfrieren lassen. „geht“ sprach der Sperling, „Ich finde bei einem der Bäume Obdach und Wärme.“ Und so kam es, dass er, als die ersten Schneeflocken fielen, und er die ersten Rufe zur Wilden Jagd vernahm, die mächtige Eiche fragte: „Eiche, kann ich in deiner dichten Krone Obdach suchen? Ich kann nicht fliegen, und der Winter wird kalt.“ Doch die Eiche verneinte. So zog der Sperling weiter, zur Buche mit ihren großen Blättern. Auch sie fragte er: „Buche, kann ich in deinem Blattwerk den Winter über Obdach suchen?“ Doch auch die Buche wies den kleinen, alten Sperling fort. So wanderte er weiter, erst zur hohen Birke, dem alten Kirschbaum und der knorrigen Weide. Sie alle schickten ihn fort, er solle sich woanders durchbringen lassen. Es fror bereits der Boden, als er die Tanne fragte: „Tanne, der Winter bricht herein, und ich höre des Wilden Königs Horn! Lass mich bei dir Schutz suchen, ich flehe dich an.“ Die Tanne erwiderte: „Es tut mir leid, kleiner Sperling, doch ich habe kein Blattwerk, dass dich zu schützen vermag. Einzig meine stacheligen Nadeln. Sie vermögen dich vielleicht nicht zu schützen, doch gerne lasse ich dich Obdach suchen in ihnen.“

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Ende
 

Part III

Der Sperling also nistete sich in der Tanne ein. Der Winter war karg und kalt, doch als seine Familie mit der Sonne wiederkehrte, war die Freude groß, denn ihr Vater hatte den Winter dank der Tanne gut überstanden. Das war auch dem Wilden König nicht entgangen. Und so bestrafte er jeden der anderen Bäume für ihren Egoismus, indem er ihnen nun zu jedem Winter das Blätterkleid raubte. Die Tanne jedoch, die nicht viel zu bieten hatte und es trotzdem tat, war von nun an der einzige Baum, dessen grüne Pracht auch den Winter überdauerte.

Ende

Art - of - Larp
 
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Eine alte Sage aus Nagenranft, die seltener weise im gesamten Fünfändereck bekannt wurde. Doch gibt es nur wenige die jene Geschichte erzählen wie sie sich auch wirklich zugetragen hat.

Die Volksgeschichte aus Langenstadt, wird gern jedem Kind, Frau und Mann im Fünfländereck erzählt. Die erzählung stammt von den Langenstädert auch wenn diese selbst keine lehre daraus ziehen.

Eine alte Sage vom Volk Mirbachs und auch eine lehre für jeden der die tiefen Wälder bewohnt oder diese auch nur durchwandern möchte.